Zwischen Strategie und Alltag III: Strategische Steuerung in der Sozialwirtschaft

Organisationen in der Sozialwirtschaft, Verbände und andere Institutionen stehen unter wachsendem Steuerungsdruck: knapper werdende Ressourcen, steigende regulatorische Anforderungen, unterschiedliche Stakeholderinteressen und vielfältige lokale Rahmenbedingungen treffen auf gewachsene Strukturen, hohe Werteorientierung und begrenzte Durchgriffsmöglichkeiten. Klassische Steuerungslogiken geraten dabei schnell an Grenzen. Viele Führungskräfte erleben, dass Zielvorgaben, Standards oder engmaschige Kontrollen zwar notwendig erscheinen, in der Praxis aber nicht immer die gewünschte Wirkung entfalten.
In unserem eintägigen Präsenzseminar geben wir Ihnen einen praxisnahen Einblick, wie Steuerung in komplexen Organisations- und Verbandsstrukturen neu gedacht und gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt steht das Konzept der dezentralen Kontextsteuerung. Führung bedeutet dabei nicht, jedes Detail direkt zu bestimmen, sondern wirksame Rahmenbedingungen, klare Orientierungen, geeignete Spielräume sowie lernfähige Rückkopplungsprozesse zu schaffen. Wir verbinden theoretische Impulse mit Beispielen aus der Beratungspraxis und entwickeln gemeinsam Ansatzpunkte, wie Sie die Steuerungsfähigkeit Ihrer Organisation unter Bedingungen wachsender Komplexität sichern können.
Inhalte:
Steuerung in komplexen Organisationsstrukturen verstehen
- Warum klassische hierarchische Steuerung in komplexen Strukturen an Grenzen stößt
- Typische Spannungsfelder in Organisationen der Sozialwirtschaft: Wirtschaftlichkeit, Werteorientierung, Regulierung und Stakeholdervielfalt
- Fehlende Durchgriffsrechte und dezentrale Eigenlogiken als zentrale Herausforderung
Dezentrale Kontextsteuerung als Orientierungsrahmen
- Impuls: Einführung in das Konzept der dezentralen Kontextsteuerung und seiner zentralen Elemente (u.a. Zielorientierung, Rahmensetzung, Reflexivität und Dezentralität)
- Bezug zu aktuellen Managementmethoden (u.a. Management by Objectives, Objectives and Key Results)
Steuerungsfähigkeit praktisch gestalten
- Einführung einer Regelkommunikation
- Klärung von Rollen, Verantwortlichkeiten und Entscheidungsspielräumen
- Entwicklung eines inspirierenden und orientierungsgebenden Zielbildes
- Aufbau geeigneter Steuerungsinstrumente, Feedbackschleifen und Lernprozesse
- Befähigung und Kompetenzaufbau vor Ort
Einblicke in die Praxis und Transfer
- Praxisbeispiele aus komplexen Organisations- und Verbandsstrukturen
- Reflexion eigener Steuerungsherausforderungen der Teilnehmenden
- Entwicklung erster Ansatzpunkte für die Gestaltung steuerungsfähiger Kontexte in der eigenen Organisation
Seminarleitung:
Carsten Effert, Dr. Lea Rossi
Zielgruppe:
Geschäftsführungen, Vorstände, Bereichsleitungen sowie Stabsstellen in Verbänden und Organisationen der Sozialwirtschaft, die komplexe Strukturen wirksam steuern und ihre Organisation unter Bedingungen wachsender Unsicherheit handlungsfähig halten möchten.
Bei Stornierung der Anmeldung bis vier Wochen vor dem Seminartermin werden keine Gebühren belastet; bei einer Stornierung innerhalb von vier Wochen vor dem Seminartermin wird die volle Gebühr berechnet. Die rosenbaum nagy unternehmensberatung GmbH behält sich das Recht vor, bei nicht genügend Teilnehmern ein Seminar bis spätestens zwei Wochen vor Beginn abzusagen.

